Bei der Aktion "Noteingang" handelt es sich um ein Projekt aus dem Land Brandenburg, welches von einer Gruppe Jugendlicher aus Bernau initiiert wurde. Der Grund dafür waren eindeutig rassistische Überfälle im Sommer 1998, wobei unter anderem ein Gambier und ein Vietnamese am helllichten Tag in Bernau überfallen und verletzt wurden.
Wegen der steigenden Anzahl solcher Übergriffe entstand das Bedürfnis, rassistischer und faschistischer Gewalt mit aktiver Zivilcourage zu begegnen. Die Aktion "Noteingang" soll Solidarität mit den Betroffenen signalisieren und den Leid Tragenden der Gewalt Hilfe anbieten. Ansatzpunkt für ein solches Handlungskonzept war es, rassistische und faschistische Gewalt genau da zu thematisieren, wo sie ihren Rückhalt findet - in der Mitte der Gesellschaft.
Motiviert durch ähnliche Straftaten wie in Bernau schlossen sich im Laufe der Zeit eine ganze Reihe weiterer Städte der Aktion "Noteingang" an.
In Halle hat die "Initiative Zivilcourage" dieses Projekt unter Schirmherrschaft der Oberbürgermeisterin Ingrid Häußler im September 2000 ins Leben gerufen. Inzwischen gibt es in unserer Stadt mehr als 1000 Noteingänge. Institutionen wie HAVAG, Stadtverwaltung, die Martin-Luther-Universität sowie eine große Anzahl von Geschäftsleuten teilen unser Anliegen.